Kreativ-spielerisch zum eigenen Buch

Bücher stehen zunehmend im Fokus geschäftlicher und persönlicher Ambitionen. Wie das eigene Projekt Wirklichkeit werden kann, zeigte Autor Rüdiger Lehmann am 2. April 2019 im Freiraum Zentrum, München. Gemeinsam mit seiner Frau, der Wortmalerin Sonja Lehmann und Dr. Rudolf Müller, stand an diesem Abend das strukturierte kreative Schreiben in Alltag, Beruf und Poesie im Mittelpunkt.

In seinem Vortrag Der Weg zum eigenen Buch definierte Rüdiger Lehmann vor engagierten und motivierten Teilnehmern die Wichtigkeit einer strukturellen Autorenarbeit mit Ziel- und Nutzendefinition, Stoffsammlung und Gliederung. Gleich welches Genre bedient werden soll – ob Sachbuch, Fachbuch, literarische Geschichten, Roman oder Biografie: In allen Bereichen gilt es, eine gute Geschichte zu entwickeln, überzeugende Figuren, die durchaus auch Produkte sein können, zu definieren und ausreichend dafür zu recherchieren. Dabei stehen die Fragen „Wer sind die Leser?“ Was ist das Neue?“ und „Welche außergewöhnlichen Ereignisse werden gezeigt?“ genauso im Mittelpunkt der Arbeit, wie Konflikt, Spannungsbogen und die finale Botschaft. 

Wie es möglich wird, alle diese Faktoren im kreativ-spielerischen Kontext in die volle Kraft der visuellen Poesie zu bringen, zeigen Rüdiger Lehmann und Sonja Lehmann in ihren Schreibkursen. Im Rahmen ihres gemeinsamen Redaktionsbüros unterstützen sie ihre Kunden direkt in allen Bereichen der Textarbeit

  • Tägliches Schreiben im Business
  • Blog, Website und Newsletter
  • Ghostwriting am eigenen Buch

Mehr dazu finden Sie HIER: 

Und es lohnt sich doch: Besser schreiben macht sichtbarer.

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Ghostwriting …

Ghostwriting …

… hat nichts mit Gespenstergeschichten zu tun. Vielmehr ist es eine interessante, und in den meisten Fällen auch sinnvolle Möglichkeit, eigene Ideen und Vorhaben so in Worte fließen zu lassen, dass sie bei Veröffentlichung auch wirklich gelesen werden. Durch die Hand eines unsichtbaren Schreibers, der allerdings noch immer nichts mit einem Gespenst zu tun hat. Als Ghostwriter aus Fleisch und Blut ist er eine sehr lebendige Antwort auf viele wichtige Fragen:

  • Wie sinnvoll ist es grundsätzlich, eine Publikation zu verfassen?
  • Was soll es sein? Fachbuch? Handbuch? Ratgeber? Roman? Biografie?
  • Wie soll ich den riesigen Materialberg aus dem, was ich schreiben will, sinnvoll ordnen?
  • Habe ich dafür genügend Zeit?
  • Verfüge ich über die notwendigen Kapazitäten an Worten, bildhaften Formulierungen und treffenden Aussagen?
  • Bin ich überhaupt schreibaffin?
  • Kann mir jemand dabei zur Seite stehen?

Die bekannteste Form des Ghostwritings stammt aus dem Prominentenbereich. Wenn berühmte Persönlichkeiten beispielsweise eine Biographie verfassen, steht ihnen dazu in der Regel ein Ghostwriter zur Seite. Genauso im wissenschaftlichen und unternehmerischen Bereich, in dem die oft vernachlässigte sprachliche Seite die Texte manchmal schwer oder unangenehm lesbar macht. Das Fokussieren des Ghostwriters auf diese Schwerpunkte, lässt Texte erheblich leichter und flüssiger daher kommen.

Besonders im geschäftlichen Alltag schreiben wir an vielen Fronten. Wir verfassen Businessdokumente, Briefings, Arbeitsanweisungen und E-Mails. Dazu kommen Texte für Webseiten, Blog- und PR-Beiträge, Produktbeschreibungen und Manuskripte für Reden. Alles soll nicht nur gehaltvoll und informativ sein, sondern auch so intuitiv und emotional, dass es jene nutzbringende Wirkung entfaltet, die den Leser verweilen läßt. Und nun sollen wir unsere Kompetenzen, Stärken und Alleinstellungsmerkmale auch noch in ein gefälliges Buch münden lassen? Die aktuellen Entwicklungen der Fach- und Sachbuchbranche legen es zumindest nahe, diese Frage mit Ja zu beantworten. Denn trotz des wachsenden Onlinebereichs ist die Verfügbarkeit eines eigenen Buches wieder vermehrt ein Zeichen von Kompetenz und Seriosität geworden.

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass es ein Ghostwriter für einen Sachtext in der Regel leichter hat, als ein Ghostwriter für einen hochwertigen, erzählenden Text, der den Leser auf eine literarische Reise entführen soll. Denn gerade bei literarischen Texten, die von der Persönlichkeit des Erzählers leben, kommt es darauf an, die Protagonisten lebendig zu schildern, ihre Gefühlswelt und ihr Denken verständlich zu machen. Dabei ist es allerdings wichtig zu betonen, dass das Schreiben eines Romans, einer Kurzgeschichte oder einer Erzählung nicht von der Kreativität alleine lebt. Auch wenn Kreativität ein zentraler Bestandteil des Schreibprozesses ist, kann sie ihre Wirkung nicht ohne handwerkliches Können und jenes Hintergrundwissen entfalten, das eine lebendige und anschauliche Erzählweise erst ermöglicht.

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